Nackt Yoga und Tantramassage bei Sensual Being – ein Erfahrungsbericht

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Tantra kenne ich schon und auch mit Yoga bin ich bereits in Berührung gekommen, aber Nackt-Yoga mit Tantramassage – das klingt mal nach einer interessanten Kombination. Und da ich neuen Erfahrungen ja nicht abgeneigt bin, habe ich die wundervolle Luna von Sensual Being in Berlin besucht. Bei ihr im Angebot: Erotisches (Nackt) Yoga und Tantramassage.

Zur Nackt Yoga Tantramassage nach Berlin

Draußen ist es kalt, grau und windig, als ich mit dem Bus in Berlin ankomme. Wir haben uns in einem schicken Berliner Hotel verabredet. Zur Feier des Tages kann man sich das schon mal gönnen, meint sie.

Luna sammelt mich vor dem Hotel ein und nimmt mich per Fahrstuhl mit auf das schick eingerichtete Zimmer, wo wir es uns gemütlich machen. Sie hat zusätzlich noch einen Heizlüfter bestellt, damit es zur Massage schön kuschelig warm im Zimmer ist. Bevor wir aber zur Tat schreiten, wollte ich etwas mehr über diese Frau erfahren, die sich so sinnlich-mystisch auf ihrer Tantra-Webseite Sensual-Being präsentiert.

Vom Psychologiebachelor zur Tantramasseurin

Luna ist eine junge, lebenslustige Frau mit einem sehr offenen, freundlichen Wesen, dunklem Teint und raspelkurzen Haaren.

Schon früh hat sie sich für Menschen und ihre Sexualität interessiert. Eher als bei ihren Klassenkameradinnen prägen sich bei ihr weibliche Formen und Sexualität aus. Sie war wohl das, was man als frühreif bezeichnet. Das setzt sich auch in Lunas Jugendjahren fort, in denen sie schnell merkt, dass der 0815-Standard-Sex nichts für sie ist.

In jungen Jahren fängt sie an, sich für fernöstliche Philosophie zu interessieren, welche sie seit mittlerweile über ein Jahrzehnt begleitet. Luna liebt das Kreative und den Tanz und interessiert sich für die Verbindung zwischen Körper und Geist. Auf der akademischen Ebene führt sie ihr Interesse zu dem Studium von Tanz und Psychologie, welches sie mit einem Bachelor abschließt.

 

Luna

 

Luna lässt sich in einem Berliner Tantrastudio zur Tantramasseurin ausbilden und beginnt dort nebenbei als Masseurin zu arbeiten. Gleichzeitig treibt sie das Interesse nach neuen Erfahrungen immer wieder nach Asien, wo sie sogar schließlich ein Jahr lebt, die Philosophie studiert und praktiziert. Gleichzeitig lernt sie sozusagen am Ursprung Yoga und Meditieren und lässt sich auch zur Yogalehrerin ausbilden. Obendrein ist sie auch noch zertifizierte Shiatsu Therapeutin.

Selbstständige Tantramasseurin mit besonderem Stil

Zurück in Deutschland macht Sie sich als Tantramasseurin selbstständig, auch hier war es der Drang nach Selbstverwirklichung, der sie diesen Schritt gehen ließ. Zu viele Vorgaben gab es im Studio, als dass sie nach ihren eigenen Vorstellungen hätte massieren können. Seit nunmehr einem Jahr übt sie ihre Kunst abwechselnd in Berlin und Zürich aus.

Als Selbstständige genießt sie es, die Zeit mit ihren Gästen selbstbestimmt einzuteilen. Ihre Gäste kommen aus verschiedenen Altersklassen und Berufen. Da kann es durchaus passieren, dass sie erstmal eine Stunden mit einem Gast dasitzt und über Gott und die Welt philosophiert. Bei Luna zählt eben der Mensch. Wer zu ihr kommt ist nicht einfach nur ein Massage-Kunde, sondern ein Gast.

Da kommt ihr dann auch wieder das Psychologiestudium zu Gute. Denn oftmals ist sie schon fast mehr Therapeutin als Masseurin – viele Männer kommen zu ihr und erzählen ihr, von ihren Problemen.

Luna und ihre Zauberhände

Die Zeit vergeht und ich habe im Anschluss leider noch einen anderen Termin, deshalb müssen wir langsam zur Tat schreiten. Das Gespräch mit Luna war wahnsinnig interessant. Man merkt ihr an, dass sie für die Themen Tantra und Sexualität brennt, sie liebt und lebt, dabei jedoch immer sehr authentisch bleibt. Für mich sehr angenehm war auch, dass sie während unseres Gespräches kein einziges Mal ins übertrieben Esoterische abtriftete. Klar spricht sie auch von Energien, Chakren und Heilung, doch bleibt sie dabei immer irgendwie auf dem Boden und schwebt nicht in höheren Sphären.

Nach alldem, was ich von ihr gehört hatte, war ich nun also wahnsinnig gespannt auf die praktische Umsetzung: Nackt-Yoga und Tantramassage standen als nächstes auf dem Programm.

Bevor wir loslegen, frage ich sie noch, wie sie auf den Namen „Luna“ gekommen ist. Luna – das kommt von Mond, erzählt sie. Sie fühle sich sehr zum Mond hingezogen und fühlt sich und ihren Körper im Einklang mit den Mondzyklen.

Nackt-Yoga – Freiheit für Geist und Körper

Eine Besonderheit bei Luna ist, dass sie nicht nur Tantramassagen gibt, sondern diese auch mit Nackt-Yoga verbindet. Du kannst also zu ihr gehen und erst eine Nackt-Yoga-Session absolvieren und dich anschließend ihren kundigen Händen hingeben. Oder auch nur Yoga ohne anschließende Massage machen. Optional kann man dabei natürlich auch angezogen blieben, wenn man sich dabei wohler fühlt.

Der Gedanke dahinter ist, dass man durch das Nackt-Yoga bereits entspannen und in seinem eigenen Körper ankommen kann. Gleichzeitig sollen durch gezielte Körper- und Atemübungen die sexuellen Energien angeregt werden. So „vorbereitet“ geht es im fließenden Übergang zur Tantramassage, welche dann noch intensiver wirken kann.

Kommen wir nun also zum ersten praktischen Teil: dem Nacktyoga. Ein wenig Yoga-Erfahrung habe ich bereits – ist zwar schon ein paar Jährchen her, aber immerhin. Auch bin ich absolut von den positiven Effekten von Yoga überzeugt. Nackt-Yoga aber, das war etwas Neues für mich.

Also ab unter die Dusche und rauf auf die Matte. Nackt, versteht sich. Und was soll ich sagen, es fühlte sich richtig gut an. Man könnte jetzt denken, dass einem bei der ein oder anderen Übung sofort die Schamesröte ins Gesicht steigt, schließlich präsentiert sich der eigene Körper bei Yoga ja doch schon ziemlich offen. Aber das war überhaupt nicht der Fall. Es fühlte sich tatsächlich wie das normalste der Welt an – mehr noch, es fühlte sich sogar besser an, als bekleidetes Yoga.

Nichts ist mehr da, was einen irgendwie einschränkt oder einschneidet. Der Körper kann sich frei bewegen und entfalten. Das war eine echt befreiende Erfahrung.

 

Foto: © John Roche, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0 , Quelle: pexels

Vom Sonnengruß bis zur Brücke beim Nackt Yoga

Wir starteten in die Session mit einem Sonnengruß. Luna machte mir die Übungen vor und ich ihr anschließend nach. Dem Sonnengruß folgten die verschiedensten Yoga Positionen, Dehnungen und Krümmungen, bei denen Luna stets ein Auge auf mich hatte und gegebenenfalls in der Ausführung korrigierte. Es ist erstaunlich, wieviel eine nur um wenige Millimeter veränderte Fußstellung ausmachen kann.

Nach und nach löste sich bei mir auch die eine oder andere Verspannung, aber eine wirkliche Entspannung wollte sich bei mir noch nicht einstellen. Was wahrscheinlich daran lag, dass ich vorerst mehr damit beschäftigt war, die Übungen irgendwie korrekt auszuführen, als wirklich die Dehnung und Wirkung genießen zu können.

Abgeschlossen haben wir die Session mit ein paar Atemübungen, bei denen wir unserem Atem im Körper genau nachgespürt und ihn überall hingeschickt haben. Das hat mich dann doch noch zur Ruhe kommen lassen, sodass ich anschließend entspannt in die Tantramassage starten konnte.

Zwischenfazit Nacktyoga

Ich denke, damit die Yoga Session, gerade in Verbindung mit der Tantramassage ihre Wirkung entfalten kann, braucht es mehrere Durchgänge. Besonders wenn man wie ich auf dem Yoga-Gebiet noch recht unbeholfen ist und während der Übungen mehr mit sich selbst als mit Yoga beschäftigt ist, flasht es noch nicht so ganz. Deshalb bin ich da noch nicht wirklich so in die richtige, entspannte Stimmung gekommen, um sozusagen direkt vom Yoga zur Massage hinüberzuschweben.

Aber ich denke, mit etwas Übung ist Yoga und Tantra eine wundervolle Kombination. Wenn man beim Nackt-Yoga schon in einen richtigen Flow kommt und die daraus resultierende Energie bei gleichzeitiger Entspannung mit in die Massage nehmen kann, spürt man anschließend jede Berührung noch intensiver, kommt noch mehr im eigenen Körper an und kann die Massage noch mehr genießen.

Tantramassage mal anders

Der Nackt-Yoga-Session folgte die Tantramassage. Ich durfte mich zunächst auf den Bauch legen und Lunas magischen Händen hingeben. Die Massage, die ich dann erlebte, war so ganz anders, als alle anderen, die ich bisher bekommen habe.

Luna hatte mir ja schon im Vorfeld ein wenig davon erzählt, dass sie mehr mit verschiedenen Druckpunkten, angelehnt an Shiatsu, arbeitet, als mit klassischen Massageelementen. Und tatsächlich, ihre Hände schwebten überall über meinen Körper, drückten mal hier und mal da und verbanden alles irgendwie miteinander. Es fühlte sich wundervoll an.

Neben den Shiatsu-Griffen zeichnet sich Lunas Massage vor allem durch viel Nähe und Körperkontakt aus. Der Körperkontakt war jedoch nicht im Sinne einer Body-to-Body Massage sondern etwas viel Intimeres. Es gab da bei der Massage einfach Momente, in denen Luna auf mir ruhte, unsere Atemzüge sich anglichen und damit nicht nur mein Körper, sondern auch etwas in mir drin berührt wurde. Solche Momente gab es auch, als ich dann auf dem Rücken lag, Luna sich über mich beugte und mich darum bat, sie zu umarmen. Das sind dann Augenblicke, bei denen Körper und Geist wirklich zur Ruhe kommen.

 

Intime Nähe statt bloße Erotik

Während sich bei meinen sonstigen Tantramassagen meist schnell eine gewisse erotische Grundstimmung einstellte, fehlte das bei Lunas Massage tatsächlich zunächst völlig.

Die Massage fand einfach auf einer anderen Ebene statt, bei der zunächst nicht die sexuelle Befriedigung im Vordergrund stand, sondern diese intime Nähe und Geborgenheit, welche Luna in ihrer Massage vermittelt. So habe ich es zumindest empfunden.

Meisterin des Wellenreitens

Was jetzt natürlich keineswegs heißt, dass die Massage jeglicher Erotik und sexuellen Komponente entbehrte. Spätestens als sie ihre Aufmerksamkeit meinem Lingam zuwandte, begannen auch die sexuellen Energien zu fließen. Interessanterweise war es auch hier anders, als bei den anderen Tantramassagen, die ich bisher genießen durfte. Denn während sonst in der Regel schon alles für die kommende Intimmassage bereitstand, musste Luna meinen Lingam erst behutsam aus seinem Schlaf erwecken. Was sie auch durchaus kunst- und gefühlvoll tat.

So liebevoll Luna bei der Massage war, so fies konnte sie dann auch bei der Intimmassage sein. Denn welcher Unmensch startet erst die Lingammassage, nur um dann wieder aufzuhören und erstmal eine Kopfmassage dazwischen einzuschieben. Als sie sich dann vollends dem Lingam widmete, verstand sie es meisterhaft, den Höhepunkt hinauszuzögern. Sie massierte meinen Lingam bis kurz vor den Höhepunkt, dann machten wir ein paar Atemübungen und Sie massierte den Lingam behutsam weiter. Die Atmung und bewusstes Atmen spielt bei Luna immer eine ganz wichtige Rolle. Oh welch süße Qualen der Lust. So ritten wir einige Wellen, bevor sie mich dann schließlich erlöste.

Tantramassage und Heilung

Nach der Massage brauchte ich erstmal ein wenig, um wieder im Hotelzimmer anzukommen. Luna hat mich teilweise wirklich in eine andere Welt versetzt. Es war mir eine Freude und Ehre, dass ich mich ihren zauberhaften Händen hatte hingeben dürfen.

Nachdem ich mich wieder angezogen hatte, nutzte ich noch ein paar Minuten sie nach Heilungserfolgen zu fragen. Denn das war etwas, was mir bei meinen bisherigen Kontakten zur Tantramassage immer wieder berichtet wurde. Bei einigen Gästen konnte die tantrische Massage besonders psychische Leiden lindern.

 

 

Und auch Luna hatte einiges zu erzählen. So gab es den einen Gast, der Aufgrund von Missbrauchserfahrungen in der Kindheit Angst vor Berührungen hatte, sich gleichzeitig aber nach Nähe und Berührung sehnte. Mit viel Achtsamkeit und Zärtlichkeit konnte Luna sich ihm annähern und einige seiner Ängste nehmen, sodass er wieder Berührungen zulassen konnte. So eröffnete sich für ihn eine neue Welt, ja ein ganz neues Leben.

Ein weiterer Gast war ebenfalls von der Tiefe und dem therapeutischen Ansatz der Arbeit überwältigt. Er ist sich in den Sitzungen sehr klar über sein fehlerhaftes Sexualverhalten gegenüber sich selber und seinen Bedürfnissen geworden. Und konnte aufbauend auf dieser Erkenntnis eine ganz neue Sexualität entdecken.

Darüber hinaus bietet Luna auch Trainings für Männer an, die Probleme mit frühzeitigem Samenerguss haben und konnte auch dort schon Erfolge erzielen. Und hat damit sicher das Sexleben des ein oder anderen Mannes und der dazugehörigen Frau schon sehr bereichert.

Diese Erfolge sind schöne Beispiele dafür, dass Tantramassage eben mehr ist, als einfach nur die reine Triebbefriedigung. Es geht wirklich um den Menschen und seine ganz persönlichen privaten und intimen Bedürfnisse. Auch Luna bestätigt das immer wieder in ihrer Arbeit und in der Richtigkeit dessen, was sie tut. Doch ist so etwas für die Masseurin auch immer eine Gratwanderung – gerade in solchen „Problemfällen“ ist sie sowohl körperlich, als auch psychisch gefordert und muss auch sehr auf sich achten – darauf, dass sie bei sich bleibt und sich nicht selbst verliert. Hier ist ein starkes Selbstbewusstsein gefordert und ganz besonders das Kennen der eigenen Grenzen.

Neugierig geworden? Wenn du jetzt ebenfalls Luna und ihre kundigen Hände kennenlernen willst, findest du auf dieser Seite ihr Tantramassage Angebot.

Fotograf: Fotostyle Marcel Wagner
Make-up Artist: Adriatica BodyArt
Bilder mit Genehmigung von Luna


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Autorenprofil

Sascha

Sascha ist für das Redaktionelle bei Erosa zuständig. Vater zweier Kinder, verheiratet in einer offenen Ehe, geboren, aufgewachsen und wohnend in Dresden. Er hat schon immer ein brennendes Interesse an Allem, was mit Erotik, Sexualität und Beziehung zu tun hat. Sein besonderes Steckenpferd sind Sextoys.
Er arbeitet freiberuflich als Texter. Sein Angebot findest du hier auf Erosa unter „Wir“.

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