"die erdbeere" von Christian Leidl

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„die erdbeere“
von Christian Leidl

ihre narbige haut
mit einer fingerspitze
ertasten

die augen schließen
einen augen
blick

einmal
von ihrer süße
kosten

mit ihrem
halben leib
dir lustbeschwörend
auf den körper
zeichnen

die spitzen deiner brüste
mit ihrem saft
für einen kuss
versüßen

die frucht
dann langsam zärtlich
tiefer streifen lassen

mit ihrer rauhen haut
und ihrem halbzerfleischten leib
dir über deine lippen
tanzen

dann…

die augen öffnen
dir mit einem blick
ein schmunzeln schenken

und dir
tagträumend
eine frucht zur
versuchung reichen

Der Autor:

Nicht ganz dichter Dichter und Poet, dem die Poesie zwar nicht zur Beschäftigung reicht, die ihn aber immer wieder beschäftigt. 1969 in Burghausen geboren, dort auch (in) wohnhaft, von Beruf Ins-Büro-Geher (wie Axel Hacke das nennt) und unentwegt bestrebt der Realität des Lebens die Poesie abzutrotzen, die ihm eigentlich zu eigen ist.

Verschiedene Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, seit 1992 Mitglied in der RSGI (Regensburger Schriftstellergruppe International), 1998 Erstaufführung des Theaterstücks „Hör nie auf anzufangen…“

Weitere Texte unter:

Kontakt: christian.leidl@gmx.de


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