Swingerclub Erlebnisbericht – Zum Rendezvous der Lüste ins Schloss Milkersdorf – Teil 1

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Erotikpartys liegen im Trend und auch Swingerclubs legen zunehmend ihr Schmuddelimage ab. Zwar ist das Durchschnittsalter nach wie vor recht hoch, aber die Hinterhofswingeretablissements, bei denen nur mit einem Handtuch bekleidete ältere Herren rumsitzen, sind mittlerweile doch eher die Ausnahme als die Regel. Es wird zunehmend Wert auf einen Dresscode und gute Manieren gelegt. Wir haben das Schloss Milkersdorf zum Rendevouz der Lüste besucht und berichten euch hier von dem feucht fröhlichen, frivolen Vergnügen.

Der Swingerclub – die unbekannte Welt

Auch für meine Frau und mich waren Swingerclubs bisher ein Mysterium, in das wir uns noch nicht hineingewagt haben. Mit Erotikpartys haben wir zwar schon einige Erfahrungen gesammelt – also Partys, wo zwar immer noch das Feiern im Vordergrund steht, die Kleidung aber in der Regel aus Dessous besteht und es durchaus die Möglichkeit gibt, sich intimer zu vergnügen.
Aber einmal von Erotikpartys angefixt, ist auch der Reiz einen Swingerclub zu besuchen da. Um so mehr hat es mich gefreut, als Hedo uns zu seinem Rendezvous der Lüste ins Schloss Milkersdorf einlud.

Wir haben natürlich nicht lang gezögert und zugesagt. Als Verstärkung haben wir uns noch ein befreundetes Pärchen mitgenommen und uns an einem Samstagabend im März voller Vorfreude auf nach Cottbus gemacht, in dessen Nähe das Schloss Milkersdorf liegt.

Zur Party konnte ein Sorglos-Paket dazugebucht werden: Übernachtung im Lindner Kongresshotel Cottbus inkl. Shutteltransfer zum Club und dann auch wieder zurück zum Hotel. Schließlich wollten wir auch die inklusiven Getränke nutzen.

Begrüßungsbrief Schloss Mikersdorf

Mit einem netten Brief und organisatorischen Hinweisen wurden wir im Hotel begrüßt.

Im Hotel wurden wir nett mit einem Brief vom Schloss empfangen und auch die Hotelzimmer waren okay. Sauber und ausreichend groß. Da wir erst Nachmittags aufgebrochen waren, hatten wir gar nicht mehr viel Zeit bis zum Start der Party. Also ging es beim Vorglühen auch gleich schon ans fertig machen. Die Frauen schminkten sich, während wir mit belanglosen Unterhaltungen versuchten, irgendwie unsere Nervosität zu überspielen. Fehlt nur noch das Anlegen der eigens gekauften Swingerclubausgehgarderobe. Wir sahen wirklich heiß aus.

Halb neun ging das Shuttle. Ich durfte allerdings schon vorher ins Schloss, um mich ein wenig mit Hedo zu unterhalten und vor dem Besucherandrang im Schloss umzuschauen.

Swingen im barocken Luxus-Schlossambiente

Das Schloss Milkersdorf ist natürlich nicht wirklich ein Schloss im Sinne von Türmchen und Burggraben. Eher ein großes Landgut oder Herrenhaus. Erbaut gegen Ende des 18. Jahrhunderts, hat es bis heute nichts von seinem Charme verloren.

 

Schloss Milkersdorf Außen

 

Den Betreibern Sabine und René ist das Schloss durch eine Erbschaft in die Hände gefallen. Und anstatt es zu verkaufen oder etwas klassisches wie ein Hotel oder Gastronomie darin einzurichten, haben sie einen gänzlich anderen Weg gewählt, um ihr Erbe zu erhalten. Sie haben das Schloss kurzerhand in ein Lustschloss verwandelt, welches August dem Starken zu aller Ehre gereicht hätte.

Dabei haben sie es geschafft, den Charme dieses barocken Schlösschens zu erhalten und im Inneren die alte Zeit wieder aufleben zu lassen. Da sind zum Beispiel die barocken Sessel und Sofas, welche überall stehen und auf denen es sich gemütlich wahlweise ausruhen oder vögeln lässt. Der dicke, rote, edel aussehende Teppich schafft eine gemütliche Atmosphäre und dämpft die Schritte. Da sind auch die alt aussehenden Gemälde an den Wänden, welche einen in die Zeit zurück versetzen. Und dann ist da noch die edle Tapete. Keine, die es mal schnell so im Baumarkt gibt. Vielmehr ist es, als wären die Wände in teure Designerkleider gehüllt – in jedem Raum anders und immer wieder beeindruckend. Wer das Schloss besucht, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, um sich die Räume genauer anzuschauen und die vielen liebevollen Details betrachten, die sich überall finden und den Aufenthalt zu einem authentischen Erlebnis machen.

 

Schloss Milkersdorf Sofa

Sollte der Abend widererwartend ein Reinfall werden – an der Location würde es ganz bestimmt nicht liegen.

Super Service und super Hygiene im Swingerclub

Überrascht war ich von der Menge an Servicepersonal, das im Club herumwuselte. Da war zum einen die Belegschaft des Schlosses, welche sich um Bar und Buffet kümmerte, sowie darum, dass überall immer volle Proseccoflaschen, Wasserkaraffen und leere und saubere Sektgläser bereitstanden. Außerdem kümmerten sie sich gleichzeitig auch um die Sauberkeit im Schloss, welche nicht zu beanstanden war. Überall gab es Stapel von Handtüchern zum unterlegen oder wegwischen, die nach der Benutzung in große Wäschekörbe geworfen werden konnten. Die wurden dann auch regelmäßig geleert. Was ich mich gefragt habe und ganz besonders meine Frau, die immer Wert auf Hygiene legt, wie sie denn die Sofas und alles Gepolsterte sauber halten. Die Frage konnte mir Hedo auch nicht beantworten, er bestätigte aber, dass es auch bei angeschaltetem Putzlicht überall sauber aussieht. Und auch was ich nach einem ersten Rundgang so gesehen habe, war alles in einem tadellosen Zustand. Um Sauberkeit und Hygiene mussten wir uns also keine Sorgen machen.

Das Team von Hedo und Tina war dafür da, dass im oberen Stockwerk auch wirklich die Regeln eingehalten wurden. Zum Beispiel, dass die Nacktsuite wirklich nur nackt betreten werden durfte, während in das Venus Power Resort nur Paare rein durften bzw. Einzelpersonen nur auf ausdrückliche Erlaubnis eines Paares. Und dass wirklich nur Frauen ins Glory Hole hineinkrabbelten.

 

Nebenraum mit Spanischen Spiegel

Über diesem Bett befindet sich ein Spanischer Spiegel. So kann von der anderen Seite aus heimlich das Treiben auf der Liegewiese beobachtet werden.

Nach Milkersdorf zum Rendezvous der Lüste

Das Motto des Abends war Wifesharing und Cuckolding beim „Rendezvous der Lüste.“ Eine Partyreihe, die von DJ Hedo (Hedonisticevents) organisiert wird. Da das Motto einen leichten Männerüberschuss fordert, durfte Hedo auch ausnahmsweise mit den Traditionen des Schlosses brechen. Denn normalerweise dürfen sich zu Veranstaltungen, die auf dem Schloss stattfinden, nur Pärchen anmelden, um dem vorzubeugen, was sicher den Meisten als Bild im Kopf auftaucht, wenn sie an einen Swingerclub denken. Horden von notgeilen Männern, die sich um jede Frau oder jedes Pärchen schart, das sexuelle Aktivitäten auch nur andeutet.
Zugunsten des Mottos durften sich aber auch Einzelherren anmelden, aber nur ausgewählte und auch nicht zu viele – sodass es nicht überhand nimmt.

Nach meinem Gespräch mit Hedo und einer ausführlichen Führung durchs Schloss, wird klar: wir habend den Einstieg in die Swingerwelt taktisch klug gewählt. Denn durch unseren Besuch in Milkersdorf betreten wir diese Welt durch ein Tor, dass sich sicher mit zu den besten Locations in Deutschland zählen darf.

 

Ein Separee Schloss Milkersdorf

Eines der vielen Separees, die überall im Schloss zu finden sind. (Im Betrieb ist es dann wesentlich dunkler.)

Ruhiger Start mit leckerem Buffet

Um 21 Uhr war es dann so weit – das Schloss öffnete seine Tore und die willigen Swinger strömten herein. Am Eingang wurde der Eintritt bezahlt und jeder erhielt einen Schließfachschlüssel, sodass Jacken und andere überflüssige Klamotten sicher verstaut werden konnten und nur mit dem Nötigsten bekleidet, der Gang zum Empfang angetreten wurde. Dort gab es einen Willkommenssekt von Hedo und seiner Mitveranstalterin Tina.

Hinter dem Empfang windet sich eine alte hölzerne Treppe nach oben, welche zu den zahlreichen Spielräumen führt. Diese wurden aber erst halb elf geöffnet. Im Erdgeschoss geht es linkerhand weiter in das Kaminzimmer, welches mit gemütlichen Ledercouches und einem Kamin ausgestattet ist. Rechts befindet sich der Tanzraum mit DJ-Pult und einer LED beleuchteten Videotanzfläche. Außerdem befindet sich dort auch die Bar. Cocktails, Mixgetränke und was es sonst noch so an Flüssigem gibt, waren im Eintrittspreis inbegriffen – nur Scotch und Champagner mussten extra bezahlt werden.

Schloss Milkersdorf BuffetGleich neben der Bar und hinter der Tanzfläche schließt sich ein weiterer Raum an, wo das köstliche Buffet aufgebaut war sowie Tische und Sitzgelegenheiten. Das Buffet war wirklich spitze. Es gab viele verschiedene kleine Häppchen – vegetarisch und nicht vegetarisch – einige Salate und sogar noch ein paar warme Angebote. Angesichts dessen, dass uns wohl ein anstrengender Abend bevorstand, haben wir uns natürlich erstmal auf das Buffet gestürzt. Aber Achtung, auch wenn es wirklich köstlich war – nicht zu viel essen – das verdirbt nur den späteren Spaß.

Die Köstlichkeiten verzehrend, haben wir uns erstmal umgeschaut, wer überhaupt so alles im Schloss Milkersdorf zum frivolen Rendezvous eingekehrt war. Was uns schon vorher klar war und sich bei den Joyclubanmeldungen angedeutet hatte: Mit unter dreißig Jahren würden wir den Altersdurchschnitt merklich drücken. Aber das Alter ist ja relativ. Und abgesehen davon war das Publikum wirklich bunt gemischt. Es waren Menschen jeglicher Couleur da – manche im Anzug, manche im Latexfetischoutfit, manche wiederum einfach nur in schicken Dessous. Auch gab es ein Paar, sicher so um die 50, wo Er einen normalen Anzug trug und Sie eine beige, hochgeschlossene Bluse – voll Biedermeier. Allen gemein war – sie waren im Schloss um Spaß zu haben – egal, ob als stille Beobachter oder aktiv Mitmachende. Und man sollte sich auch nicht vom Aussehen täuschen lassen. Wie schon Monika Büchner schreibt – „nichts lässt sich von außen so schwer Einschätzen, wie die Sexualität“. Und das wurde definitiv bestätigt, als wir dann sahen, was für Menschen was für Sex hatten.

Let the fucking begin – Ekstase im Swingerclub

Um 23 Uhr war es dann so weit – die obere Etage wurde geöffnet und der Spaß konnte beginnen. Von einer kurzen Tour mit Hedo kannte ich schon die Räume und führte erstmal meine Frau und unsere Begleitung oben herum.

Da war zum einen der Raum mit dem obligatorischen Glory Hole und Darkroom. Das Gloryholeabteil konnte von zwei Seiten genutzt werden. Auf der einen Seite gab es drei Löcher, durch welche die Männer ihren Penis in das Innere des Abteils stecken konnten. Auf der anderen Seite befanden sich ebenfalls drei Löcher, nur mit dem Zusatz, dass in Kopfhöhe kleine Fenster eingelassen waren, durch die man die Damen im Inneren bei ihrer Arbeit beobachten konnte.

Links neben dem Glory Hole befand sich dann der Darkroom, dem wir allerdings nur einen kurzen Besuch abgestattet haben. Denn dieser ist ziemlich klein und wirklich dunkel. Innen gibt es eine L-förmige Bank, auf die man sich setzen konnte. Doch nachdem wir ihn betreten hatten, füllte sich der kleine Raum auch schon mit wild umhertastenden Männern, was dann schon etwas klaustrophobische Zustände auslöste. Das war das einzige Mal an diesem Abend, wo wir uns etwas bedrängt fühlten. Also schnell wieder raus und rüber zum VenusPowerResort.

Ein Sybian für spritzige Höhepunkte

Das VePoRe durften Einzelpersonen nur betreten, wenn sie von einem Paar ausdrücklich dazu aufgefordert wurden. Ansonsten war es ausschließlich Paaren vorbehalten. Neben einem Bad – die es strategisch verteilt überall gab und alle sehr hübsch waren, meist ausgestattet mit Toilette und Dusche – bestand das VePoRe aus zwei Räumen. Ein größerer, der neben einer großen Liegefläche mit Himmel auch ein Sofa und einen Andreaskreuz besaß. Das Besondere war, dass hier einige MagicWands bereitlagen, mit denen sich Frau und Mann vergnügen durften. Das Highlight aber befand sich in dem kleineren Raum. Dort wartete nämlich in einem diskreten Separeé die wundervolle Tina mit ihrem Sybian auf willige Frauen, die es wagen wollten, es mit dieser Wundermaschine aufzunehmen.

 

Sybian in Milkersdorf

Ein Sybian – die Wundermaschine für einen wilden Ritt.

Tina hatte mir vorher schon gesagt, dass die Frauen hier teilweise dann schon Schlange stehen würden, weshalb wir ihr gleich zu Beginn der Party einen Besuch abstatteten.

Was ein Sybian ist, könnt ihr euch hier anschauen. Eine unglaublich kraftvolle Vibrationsmaschine, auf die verschiedene Aufsätze montiert werden können. Als wir kamen, ritt hinter zugezogenem Vorhang gerade eine Frau den Sybian. Also setzten wir uns davor auf eine kleine Couch und lauschten ihren Orgasmen. Meine Frau betrachtete dabei schon interessiert die verschiedenen originalverpackten Aufsätze, die auf einer kleinen Kommode auslagen.

 

Aufsätze Sybian

Von klein bis groß gab es ganz verschiedene Aufsätze. Für jede Vorliebe war was dabei.

Nachdem die Frau nach scheinbar endlosen Orgasmen und zittrigen Beinen in Begleitung ihres Mannes das Separeé wieder verlassen hatte, waren wir dran. Wir huschten zu viert auf die Matratze. Während meine Frau sich auf die Wundermaschine wagte, machten wir anderen uns im Hintergrund anderweitig etwas warm.

Virtuos bediente Tina mittels zweier Regler den Sybian und schaffte es, meine Frau auf schier endlosen Wellen der Lust reiten zu lassen. Mit einem verträumten Gesichtsausdruck beobachtet Tina dabei ihre Probantin sehr genau und hat die Fähigkeit, ihre Reaktionen exakt zu lesen, sodass sie genau weiß, wann sie etwas mehr aufdrehen und wann sie wieder etwas zurückdrehen muss. Zwei Orgasmen und zwei Aufsätze später, hatte der Sybian dann auch meine Frau geschafft. Ihr Fazit: Egal was an dem Abend noch kommen würde – der Besuch des Schlosses hatte sich auf jeden Fall schon gelohnt.

Nachdem auch die Frau unseres befreundeten Pärchens einen Ritt gewagt hatte, brauchten wir erstmal eine Pause.

Tina sorgt aber nicht nur für Orgasmen, sondern auch für die Hygiene – zum einen bekommen die Aufsätze vor der Benutzung immer ein Kondom übergezogen und zum anderen reinigt Tina sie nach jedem Einsatz mit Wasser und Desinfektionsspray. Außerdem liegen auch jede Menge Handtücher bereit und bei Bedarf auch Gleitgel.

Der Sybian beim Rendezvous der Lüste – auf jeden Fall ein Highlight.

Wellness, Nacksuite und mehr im 2. Teil

Ihr wollt wissen, wie unser Abend nach diesem orgiastischen Erlebnis weiterging? Dann lest Teil 2 unseres Swingerclub Erlebnisberichts.


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Autorenprofil

Sascha

Sascha ist für das Redaktionelle bei Erosa zuständig. Vater zweier Kinder, verheiratet in einer offenen Ehe, geboren, aufgewachsen und wohnend in Dresden. Er hat schon immer ein brennedes Interesse an allem, was mit Erotik, Sexualität und Beziehung zu tun hat. Sein besonderes Steckenpferd sind Sextoys. Er arbeitet freiberuflich als Texter. Sein Angebot findest du hier auf Erosa unter "Wir".

1 Kommentar

  1. Hey Sascha,

    danke für den ausführlichen und detaillierten Erfahrungsbericht. 🙂
    Ich hatte das auch schon immer auf meiner Todo, aber bisher wurde ich aus mehreren Gründen davon abgehalten.

    Einer davon ist die fehlende Partnerin, die sich ebenfalls dafür interessiert.
    Ein anderer, dass ich nich besonderd voyeuristisch veranlagt bin. Außerdem teile ich sehr ungern; offene Beziehungen sind ebenfalls nich so mein Ding.

    Und ich hab sehr hohe Ansprüche an die Ästhetik. Sowohl bzgl. des Etablisments, als auch der anderen Mitstreiter. Das Auge isst eben mit. 🙂

    Momentan reizt mich mehr eine Übernachtung in nem schönen SM-Zimmer. Leider gibts hier in der Gegend nicht viel in der Richtung.

    LG, Henning

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