Sex-Filmprojekt: Häppchenweise

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Normale Pornos gibt in zahlloser Masse. Gute Pornos (oder auch Frauenpornos) gibt es schon nicht mehr so viele. Doch zum Glück gibt es auch immer wieder Pornoprojekte, die versuchen, das Genre neu anzugehen. Meist funktioniert das am Besten, wenn kein großes kommerzielles Interesse dahinter steckt und die Freiheit, wirklich kreativ zu sein, alle inspiriert. Doch ganz ohne Geld geht es auch nicht.

Ein neues Projekt versucht nun, ähnlich wie der Film Hotel Desire über Crowdfunding sich den Film zu finanzieren. Sprich: jede/r gibt soviel er kann und bekommt dafür, je nach Spendengrösse, etwas zurück. Sei es ein Download, eine Erwähnung beim Abspann des Films oder eine Einladung zur Premierenparty.

Doch worum geht es nun bei Häppchenweise? Um 6 junge Menschen, die sich treffen, das allen bekannte Spiel Flaschendrehen und um das, was dann passieren kann.

HäppchnweiseDer Film ist nicht durchgeplant, sondern es wird das geschehen, was sich die nicht-professionellen Frauen und Männern trauen und Lust haben zu zeigen. Ziel ist es, “einen Film zu machen der differenzierte Meinungen und Bilder zum Thema Sexualität, Beziehung, Pornografie und Geschlechteridentität zeigt. Ob dieser dann am Ende pornografische Darstellungsformen impliziert bleibt offen. Mir geht es vor allem darum den Druck komplett raus zu nehmen und experimentell-spielerisch zu schauen, wie weit Menschen gehen, die dem Thema Pornografie prinzipiell offen gegenüber stehen aber ohne jemanden am Set, der die
Anweisung gibt: „So, und jetzt mal den Arsch in die Kamera und dann blasen bitte.“

Die im Film Mitwirkenden sind keine Darsteller, sondern junge Menschen zwischen 20 und 35, die einfach neugierig auf das Projekt sind. Die smarte Rothaarige aus dem Foto oben (und auch im Trailer zu sehen), wird beim Film leider nicht mehr mitmachen. Sie ist frisch verliebt und hat wohl jetzt anderes zu tun ;-)

Die Initiatorin Maike Brochhaus, Dozentin an einer Universität für Kunst und redet mit den Studierenden über das Pornografische im Kunstkontext und schreibt an einer Doktorarbeit über PornArt. Alle Beteiligten machen ohne Gage bei dem Projekt mit, aber für das Equipment werden insgesamt 10.000 Euro benötigt. Ungefähr 4.200 Euro sind bis heute (28.6.) schon durch Spenden zusammengekommen. Deadline ist der 2. August, wenn bis dahin der Betrag nicht zusammengekommen ist, werden die gespendeten Zahlungen zurück überwiesen.

Hier geht es zur Webseite, zum Trailer und zur Möglichkeit, Spenden zu spenden: www.haeppchenweise.net

 

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Autorenprofil

Silke Maschinger

Diplom-Sozialwissenschaftlerin - Jahrgang 1970 & seit 2009 verheiratet - Chefin von erosa.de & des Erotischen Salons - Beziehungs- & Sexualcoach - Autorin - arbeitete in ihrem "früheren" Leben als Personaltrainerin im Bereich Kommunikation & Konfliktmanagement -

1 Kommentar

  1. Ein Projekt, dass ungehemmte situative Grenzenlosigkeit der Möglichkeiten aufzeigen soll und dennoch schon im Vorfeld Grenzen (Alter und Attraktivität) im Casting setzt? Esperiment failed, returned to the mainstream…

    Trotzdem: Viel Erfolg dafür.

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